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Ratgeber

Das Leben mit koronarer Herzkrankheit: Praktische Tipps für den Pflegealltag

Eine koronare Herzkrankheit bedeutet nicht nur für Betroffene, sondern auch für deren pflegende Angehörige eine Herausforderung. Viele Fragen stellen sich: Wie belastbar ist mein Familienmitglied? Was muss ich im Pflegealltag beachten? Wie verhalte ich mich im Notfall? Die gute Nachricht: Viele Menschen leben mit einer koronaren Herzkrankheit über Jahre hinweg aktiv, selbstbestimmt und mit einer hohen Lebensqualität. Wer einige wichtige Hinweise beachtet, braucht deshalb nicht in ständiger Sorge leben. Unser Beitrag zeigt, worauf es bei der Pflege von Menschen mit einer koronaren Herzerkrankung ankommt.

Eine koronare Herzkrankheit bedeutet nicht nur für Betroffene, sondern auch für deren pflegende Angehörige eine Herausforderung. Viele Fragen stellen sich: Wie belastbar ist mein Familienmitglied? Was muss ich im Pflegealltag beachten? Wie verhalte ich mich im Notfall? Die gute Nachricht: Viele Menschen leben mit einer koronaren Herzkrankheit über Jahre hinweg aktiv, selbstbestimmt und mit einer hohen Lebensqualität. Wer einige wichtige Hinweise beachtet, braucht deshalb nicht in ständiger Sorge leben. Unser Beitrag zeigt, worauf es bei der Pflege von Menschen mit einer koronaren Herzerkrankung ankommt.

Was genau ist die koronare Herzkrankheit?

Von einer koronaren Herzkrankheit (KHK) spricht man, wenn die Herzkranzgefäße – auch Koronararterien genannt – aufgrund von Ablagerungen verengt sind. Durch die Verengung wird der Blutfluss zur Versorgung des Herzmuskels eingeschränkt und das Herz in der Folge nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

Die koronare Herzkrankheit zählt zu den häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland. Laut Schätzungen sind etwa 5,5 Millionen Menschen betroffen. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, an einer KHK zu erkranken. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

KHK, Herzinfarkt, Angina pectoris: Was ist was?

Koronare Herzkrankheit, Angina Pectoris und Herzinfarkt stehen in engem Zusammenhang, bezeichnen jedoch unterschiedliche Erkrankungen.

  • Koronare Herzkrankheit (KHK): Die Verengung der Herzkranzgefäße entwickelt sich meist langsam und bleibt daher anfangs oft unbemerkt. Mit der Zeit können jedoch Beschwerden wie ein Druckgefühl in der Brust, Atemnot oder eine verminderte Belastbarkeit auftreten, vor allem bei körperlicher Anstrengung und Stress.
  • Angina pectoris: Treten vorübergehend Schmerzen oder ein Enge- oder Druckgefühl in der Brust auf, kann dies auf eine Angina pectoris hinweisen. Die Beschwerden entstehen meist bei Stress und körperlicher Belastung, also in Momenten, in denen das Herz mehr Sauerstoff benötigt, die verengten Herzkranzgefäße den Mehrbedarf jedoch nicht decken können. In Ruhe lassen die Symptome häufig wieder nach. Angina pectoris gilt als ein typisches Symptom der koronaren Herzkrankheit.
  • Akutes Koronarsyndrom: Als akutes Koronarsyndrom werden verschiedene akute Erkrankungen der Herzkranzgefäße bezeichnet, bei denen die Durchblutung des Herzmuskels plötzlich eingeschränkt wird. Die Beschwerden wie Brustschmerzen, Atemnot oder Schweißausbrüche ähneln zwar denen einer koronaren Herzkrankheit, treten jedoch plötzlich auf, sind meist deutlich stärker ausgeprägt und bessern sich auch in Ruhe nicht oder nur unzureichend. Da ein Koronarsyndrom auch auf einen Herzinfarkt hinweisen kann, sollte es schnellstmöglich ärztlich abgeklärt werden.
  • Herzinfarkt: Ein Herzinfarkt entsteht, wenn sich ein Herzkranzgefäß plötzlich vollständig verschließt, sodass ein Teil des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Ein Herzinfarkt kann das Herz dauerhaft schädigen und ist daher immer ein medizinischer Notfall.

Der Herzinfarkt: Typische Anzeichen sicher erkennen

Mit einem Herzinfarkt verbinden viele Menschen Symptome wie ein Engegefühl in der Brust, Atemnot oder Kaltschweißigkeit. Tatsächlich wurde damit im Lauf der Jahre aber vor allem der typische Herzinfarkt bei Männern beschrieben, während wichtige Anzeichen der Erkrankung bei Frauen oft nur wenig berücksichtigt wurden. Auch die besonderen Symptome älterer Menschen finden bislang noch zu wenig Beachtung.

Interessant erscheint in diesem Zusammenhang die Worcester Heart Attack Study, eine groß angelegte Langzeitstudie aus den USA. Sie zeigt, dass die oft erwähnten Brustschmerzen mit zunehmendem Alter deutlich seltener werden: Nur bei 45 % der Herzinfarkte von Menschen über 85 Jahren konnte das Phänomen beobachtet werden, während es bei jüngeren Betroffenen mit rund 83 % als das häufigste Warnzeichen gilt. Stattdessen stehen bei älteren Menschen häufig Atemnot, Schwindel, Verwirrtheit oder eine plötzliche Verschlechterung des Allgemeinzustands im Vordergrund – Beschwerden, die pflegende Angehörige also unbedingt kennen sollten.

Was sind die typischen Symptome der KHK?

Die Symptome der koronaren Herzkrankheit können von Mensch zu Mensch verschieden sein. Es gibt jedoch einige typische Symptome, die sich vor allem bei körperlicher Anstrengung zeigen:

  • Druck-, Enge- oder Schmerzgefühl in der Brust
  • Atemnot
  • Schmerzen im Rücken, Oberbauch, Arm oder Kiefer
  • Schwindel
  • Schwächegefühl
  • starkes Schwitzen
  • schnelle Erschöpfung und verminderte Belastbarkeit

Gibt es einen typischen Verlauf für die koronare Herzkrankheit?

In den meisten Fällen entwickelt sich die koronare Herzkrankheit (KHK) langsam über Jahre hinweg. Die Herzkranzgefäße verengen sich kontinuierlich durch Ablagerungen (im Volksmund auch als Verkalkungen bezeichnet) und büßen dabei an Elastizität ein. Aufgrund des schleichenden Verlaufs nehmen viele ältere Menschen die ersten Anzeichen der Erkrankung nicht ernst oder führen diese eher auf ihr hohes Alter und die nachlassende körperliche Fitness zurück. Die eigentliche Erkrankung wird daher meist erst beim Auftreten der ersten typischen Symptome diagnostiziert.

Wie verhalte ich mich im Ernstfall?

Atemnot oder ein Engegefühl in der Brust lösen nicht nur bei Betroffenen, sondern auch bei deren Angehörigen Unsicherheit aus. Doch es ist wichtig, Ruhe zu bewahren. Nicht jedes Druckgefühl bedeutet sofort einen Herzinfarkt. Viele Menschen mit einer koronaren Herzkrankheit kennen solche Beschwerden bereits und wissen nach ärztlicher Absprache, wie sie sich in der Situation verhalten sollten.

Treten die Beschwerden jedoch erstmals auf, sind sie deutlich stärker als gewohnt, halten sie länger an oder bessern sie sich trotz Ruhe oder verordneter Notfallmedikamente nicht, sollte sofort der Notruf gewählt werden.

Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sollte die betroffene Person nicht allein gelassen werden. Eine ruhige Umgebung, eine bequeme, leicht aufrechte Sitzposition und das Lockern enger Kleidung können helfen, die Atmung zu erleichtern. Zudem ist es wichtig, die Ängste der betroffenen Person ernst zu nehmen und sie emotional zu unterstützen.

Wieso sind ältere Menschen besonders gefährdet?

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für eine koronare Herzkrankheit deutlich an. So gelten Männer bereits ab 45 Jahren, Frauen ab etwa 55 Jahren als stärker gefährdet. Die Gründe sind dabei vielfältig:

  • Gefäßveränderungen: Mit zunehmendem Alter verändern sich die Blutgefäße. Die Gefäßwände verlieren an Elastizität, die schützende Innenschicht der Gefäße wird anfälliger für kleine Verletzungen und Funktionsstörungen. Diese begünstigen wiederum die Ablagerung von Fett und Kalk, wodurch sich die Herzkranzgefäße nach und nach verengen können.
  • Begleiterkrankungen: Im Alter sind viele Menschen von weiteren Erkrankungen wie BluthochdruckDiabetes oder einer Nierenschwäche betroffen. Sie können die Blutgefäße zusätzlich schädigen und das Herz weiter belasten. Eine KHK kann dadurch leichter entstehen oder schneller voranschreiten.
  • Kumulation von Risikofaktoren: Eine ungesunde Ernährung, erhöhte Cholesterinwerte, Alkohol- und Nikotinkonsum, Stress – im Lauf der Jahre wirken viele Lebensstilfaktoren auf Herz und Gefäße ein und erhöhen so das Risiko für eine koronare Herzkrankheit.
  • Bewegungsmangel: Aufgrund körperlicher Einschränkungen, nachlassender Kraft oder Unsicherheiten beim Gehen bewegen sich viele Menschen im Alter weniger als in jüngeren Jahren. Das Herz-Kreislauf-System wird geschwächt, das Risiko für Gefäßverkalkungen steigt.
  • Stärkere Belastungsreaktion: Mit zunehmendem Alter kann sich das Herz schlechter an körperliche oder seelische Belastungen anpassen. Besteht bereits eine koronare Herzkrankheit, treten Beschwerden wie Brustenge, Atemnot oder schnelle Erschöpfung deshalb oft schon bei alltäglichen Aktivitäten wie dem Treppensteigen oder zügigem Gehen auf. Nicht selten wird eine zuvor unbemerkte KHK dadurch überhaupt erst sichtbar.

Wie wird eine koronare Herzkrankheit diagnostiziert?

Erste Anlaufstelle bei Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit (KHK) ist die Hausarztpraxis, in der grundlegende Untersuchungen durchgeführt und bei Bedarf eine Überweisung in die Kardiologie veranlasst werden kann. Welche Diagnostik im Einzelfall sinnvoll erscheint, hängt unter anderem von der Schwere der Symptome, dem Lebensalter und möglichen Vorerkrankungen ab.

  • Ruhe-EKG: Mit einem Elektrokardiogramm wird die elektrische Aktivität des Herzens gemessen. Dabei können Hinweise auf Durchblutungsstörungen oder frühere Herzschäden sichtbar werden.
  • Belastungs-EKG: Durch Fahrradfahren oder andere Belastungen kann unter Aufsicht geprüft werden, wie gut sich das Herz an körperlicher Anstrengung anpassen kann.
  • Blutuntersuchungen: Blutwerte können Hinweise auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und mögliche Risikofaktoren geben. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Cholesterin-, Blutzucker- und Entzündungswerte.
  • Herzultraschall (Echokardiografie): Mithilfe einer Ultraschalluntersuchung kann die Struktur und Leistungsfähigkeit des Herzens beurteilt werden. So lässt sich beispielsweise feststellen, wie gut das Herz pumpt, ob die Herzklappen richtig schließen oder ob bereits Schäden am Herzmuskel vorliegen.

Was ist bei einer koronaren Herzerkrankung im Pflegealltag zu beachten?

Wer einen Menschen mit koronarer Herzkrankheit zu Hause begleitet, muss kein medizinisches Fachwissen mitbringen. Es hilft jedoch, einige Aspekte in der Pflegeroutine besonders im Blick zu behalten.

  • Beobachtung der Vitalparameter: Der Blick auf Vitalwerte wie Puls, Blutdruck oder die Atmung kann helfen, ein Gespür dafür zu entwickeln, welche Belastungsreaktionen für Betroffene „normal“ sind und gezielter auf entsprechende Veränderungen zu achten. Eine Dokumentation kann hilfreich sein, ist aber kein Muss. Gute Hilfsmittel sind der Blutdruckpass der Deutschen Herzstiftung oder Apps wie die von der Deutschen Hochdruckliga zertifizierte Anwendung Blutdruckdaten.

  • Arzttermine gestalten: Neben der Organisation und der Begleitung zu Arztbesuchen kann es eine schöne Idee sein, die oft strapaziösen Termine mit etwas Angenehmem zu verbinden, wie beispielsweise einem gemeinsamen Kaffee oder einem kleinen Bummel durch die Stadt. So entstehen schöne gemeinsame Momente und die Termine wirken weniger belastend.
  • Medikamenteneinnahme begleiten: Menschen mit einer KHK müssen in der Regel Medikamente wie Blutverdünner, Betablocker oder Cholesterinsenker einnehmen, um die weiteren Risiken der Erkrankung abzumildern und die Leistungsfähigkeit des Herzens im Alltag zu verbessern. Pflegende Angehörige sollten ihr Familienmitglied daher bei der regelmäßigen Einnahme der Medikamente unterstützen und bei Bedarf daran erinnern. Dabei können auch Erinnerungs-Apps oder intelligente Medikamentendosen eine Hilfe sein.
  • Ernährung mitgestalten: Wie bei fast allen Erkrankungen spielt die Ernährung auch bei der KHK eine wichtige Rolle. Eine gesunde Ernährung ist daher sehr wichtig. Entsprechende Anregungen für eine ausgewogene Ernährung im Alter finden Sie in unserem Ratgeber.
  • Auf Notfälle vorbereitet sein: Es ist immer gut und beruhigend, auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. Angehörige sollten daher wissen, wo Notfallmedikamente (wie beispielsweise Nitrospray) aufbewahrt werden, wie diese einzunehmen sind und wann der Rettungsdienst verständigt werden sollte. Bei starken oder anhaltenden Brustschmerzen, ausgeprägter Atemnot oder dem Verdacht auf einen Herzinfarkt gilt: Sofort den Notruf 112 wählen.
  • Grenzen annehmen: Eine koronare Herzkrankheit bringt oft Veränderungen mit sich. Spaziergänge werden anstrengender, Treppen müssen langsamer bewältigt und anstrengende Tätigkeiten häufiger unterbrochen werden. Angehörige können Betroffene in diesem Momenten unterstützen, indem sie nicht zu fordernd auftreten und selbst lernen, mit den entsprechenden Einschränkungen im Alltag verständnisvoll umzugehen.
  • Weiterhin fordern: Auch bei einer koronaren Herzerkrankung bleibt Bewegung wichtig. Betroffene sollten Aktivitäten daher nicht vermeiden, nur weil diese anstrengender sind als früher oder leichter Beschwerden auftreten. Die Bewegung sollte allerdings moderat und entsprechend der körperlichen Leistungsfähigkeit gestaltet werden. Eine gute Anlaufstelle bieten entsprechend Herzsportgruppen. Doch auch pflegende Angehörige können ihr Familienmitglied zu moderater Bewegung, Spaziergängen oder gymnastischen Übungen motivieren.
  • Gelassen bleiben: Die Diagnose einer koronaren Herzkrankheit kann für Betroffene und Angehörige gleichermaßen ein Schock sein. Oft stehen zunächst die Einschränkungen im Fokus, die die Erkrankung mit sich bringt. Lernen Betroffene jedoch, Warnzeichen richtig einzuordnen und neue Routinen zu entwickeln, ist auch mit einer KHK ein aktives und unbeschwertes Leben möglich. Angehörige können dazu einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie die Krankheit nicht ständig in den Mittelpunkt stellen, ihr Familienmitglied nicht mit Samthandschuhen anfassen, hier und da auch die eine oder andere unvernünftige Idee zulassen und den Blick optimistisch nach vorne richten.

Was kann helfen, der Entstehung oder Verschlechterung einer koronaren Herzerkrankung entgegenzuwirken?

Ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung zählt zu den wichtigsten Faktoren zur Vorbeugung einer koronaren Herzkrankheit, da er die Risiken für Gefäßverkalkungen und Durchblutungsstörungen erheblich senken kann. Besteht bereits eine KHK, kann eine gesundheitsbewusste Alltagsroutine helfen, Beschwerden zu lindern, Verschlechterungen vorzubeugen und die Lebensqualität langfristig zu erhalten.

  • Ausreichend Flüssigkeitszufuhr: Ältere Menschen trinken im Alltag häufig zu wenig, was eine Dehydrierung begünstigt. Die Folge: Das Blut wird dicker und das Herz muss stärker arbeiten, um den Körper ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen. Das Herz-Kreislaufsystem wird zusätzlich belastet, bestehende Gefäßprobleme verschärfen sich. Pflegepersonen sollten daher darauf achten, dass Pflegebedürftige ausreichend trinken und immer wieder entsprechend zum Trinken auffordern.
  • Stress reduzieren: Anhaltender Stress kann den Blutdruck und die Herzfrequenz dauerhaft erhöhen und dadurch Herz und Blutgefäße belasten. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Stress von Außenstehenden als „echter Stress“ eingeschätzt wird. Empfundener Stress ist immer ernst zu nehmen. Im Pflegealltag sollte daher immer wieder auf regelmäßige Ruhepausen und entspannungsfördernde Aktivitäten wie Atemübungen oder kleine, wohltuende Rituale geachtet werden. Auch entspannende Aktivitäten wie das Hören von Podcasts, das Schauen von Filmen oder das Ausüben von Hobbys können helfen, Stress abzubauen.
  • Gesunder Schlaf: Im Schlaf regeneriert sich der Körper. Herz und Kreislauf können „zur Ruhe kommen“. Ein gutes Schlafverhalten sowie ein möglichst störungsfreier Schlafort sind daher besonders wichtig.
  • Das Gewicht kontrollieren: Eine Herzschwäche bedeutet nicht automatisch, dass eine Abnehmkur notwendig ist. Gerade im höheren Alter kann Herzproblemen oft gut begegnet werden, indem das Gewicht stabil gehalten wird und dieses nicht aufgrund von Bewegungsmangel oder ungesunden Ernährungsgewohnheiten ansteigt. Wichtiger als strenge Diäten sind dabei gesunde Ernährungsgewohnheiten, die sich dauerhaft in den Alltag integrieren lassen und dem Herzen guttun.
  • Cholesterinwerte beachten: Erhöhte Cholesterinwerte fördern Ablagerungen in den Blutgefäßen. Neben einer entsprechen gesunden Ernährung ist eine regelmäßige Kontrolle des Cholesterinspiegels daher sehr wichtig sowie im Bedarfsfall die konsequente Einnahme entsprechender Medikamente.
  • Einstellung von Vorerkrankungen: Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes können die Blutgefäße über Jahre hinweg schädigen und dadurch maßgeblich die Entstehung einer KHK begünstigen. Eine gute therapeutische Behandlung beider Vorerkrankungen ist deshalb wichtig, um das Risiko von Durchblutungsstörungen zu senken.

Hab ein Auge auf dein Herz! – „Herzsorge“ für pflegende Angehörige

Wer ein pflegebedürftiges Familienmitglied begleitet, mutet sich viel – manchmal auch zu viel – zu. Denn Stress, fehlende Erholungsphasen und Schlafmangel können die eigene Herzgesundheit erheblich belasten. So fanden Forschende des University College London heraus, dass insbesondere pflegende Angehörige mit bereits bestehenden körperlichen oder psychischen Belastungen ein erhöhtes Risiko für koronare Herzkrankheiten aufweisen. Umso wichtiger ist es, die eigene Gesundheit als Pflegeperson nicht aus dem Blick zu verlieren. Denn nur wer gut für sich selbst sorgt, kann langfristig Kraft für andere haben. 10 Anregungen zur Selbstsorge für pflegende Angehörige haben wir in unserem Ratgeber für Sie zusammengestellt.