Hauptverwaltung
St.-Sebastianus-Str. 5 • 51147 Köln
Tel: 0221 / 47 44 48 12
Öffnungszeiten:
Mo - Fr 9.00 - 17.00 Uhr
12.00 - 13.00 Uhr Pause
Notfallnummer: 0176 615 384 55
Mo - Fr: 17.00 - 20.00 Uhr
Wochenende 09.00 - 20.00 Uhr

Wird eine Person pflegebedürftig, stehen für pflegende Angehörige viele Aufgaben an. Dazu zählt auch die Anpassung des Wohnumfeldes an die neue Situation der Pflegebedürftigkeit. Zugleich lässt sich oftmals auch die Wohnsituation bereits pflegebedürftiger Menschen mit wenigen Maßnahmen barriereärmer, pflegegerechter und vor allem wohnlicher gestalten. Unsere Checkliste für eine sichere Pflege zuhause möchte Ihnen dazu passende Anregungen geben.
Eine sichere Wohnumgebung ist eine zentrale Grundvoraussetzung, damit ältere Menschen eigenständig in den eigenen vier Wänden leben können. Viele Verbesserungen lassen sich bereits mit wenig Aufwand erreichen.

Stolperfallen vermeiden: Kabel, Möbelfüße und Teppiche können für ältere Menschen leicht zu Stolperfallen werden. Sie sollten deshalb entfernt oder entsprechend gesichert werden. Mit einem Verlegeband lassen sich Teppiche am Boden fixieren, sodass sie weder wegrutschen noch Falten schlagen. Kabel werden am besten entlang der Wand verlegt oder an wenig frequentierten Stellen wie beispielsweise hinter Möbeln. Ist die Kabelverlegung im Wohnraum unvermeidbar, sollten Kabelabdeckungen mit Signalfarben genutzt werden, die insbesondere von Pflegebedürftigen mit Sehbeeinträchtigungen gut wahrgenommen werden können.
Übrigens:Kabelabdeckungen schützen auch Pflegepersonen, da diese Stolperfallen im oft stressigen Pflegealltag ebenfalls leicht übersehen können.

Eine helle, freundliche Wohnumgebung verbessert nicht nur die Sicherheit, sie wirkt sich auch positiv auf das Wohlbefinden aus.

Mit einer intelligenten Hausautomation lassen sich Beschattung und Beleuchtung nicht nur vollautomatisch steuern, sondern auch an unterschiedliche Tages- und Nachtzeiten anpassen. So kann das Zuhause beispielsweise in den Abendstunden automatisch in eine gemütlichere Lichtstimmung gebracht werden. Flure lassen sich nachts mithilfe von Bewegungsmeldern mit einem sanften Orientierungslicht beleuchten. Da die Hausautomation einmal eingerichtet weitestgehend autark funktioniert, kann sie Pflegebedürftigen einen großen Komfort bieten. Mehr Informationen finden Sie in unserem Ratgeber „Smart Home für Senioren und Seniorinnen“.
Damit sich Pflegebedürftige in ihrem eigenen Zuhause sicher fühlen, ist es wichtig, dass sie im Ernstfall schnell und zuverlässig Hilfe verständigen können.
Gute Erreichbarkeit: Das Telefon sollte so platziert werden, dass es gut erreichbar ist, beispielsweise neben dem Sofa oder dem Bett. Zudem kann es sinnvoll sein, mehrere Telefone zu nutzen, damit die Wege im Notfall kurz sind. Bei vielen Telefonsystemen können alle Geräte gleichzeitig klingeln, sodass Anrufe von jedem Raum aus direkt entgegengenommen werden können.

Neben den notwendigen Sicherungsmaßnahmen und geeigneten Pflegehilfsmitteln spielt ein Aspekt bei der Wohnraumgestaltung für Pflegebedürftige eine zentrale Rolle: die einladende Wohnatmosphäre, die das psychische Wohlbefinden der Pflegebedürftigen unterstützt.

Viele kleine falsche Bewegungen können in der Summe große Probleme verursachen. Das betrifft Pflegebedürftige und Pflegeperson gleichermaßen. Das Wohnumfeld sollte daher möglichst ergonomisch und im positiven Sinn funktional eingerichtet sein.

Eine gute Grundhygiene ist eine wesentliche Voraussetzung, damit pflegebedürftige Menschen zu Hause gut leben können. Neben der täglichen Körperpflege spielt auch die Gestaltung der Wohnung eine entscheidende Rolle.
Weitere Informationen zur Hygiene im Pflegealltag finden Sie in unserem Ratgeber.
Das Bad steht für viele wohltuende Anwendungen im Pflegealltag, es kann aber auch zu einer Gefahrenquelle werden, wenn es nicht pflegegerecht eingerichtet ist.
Rutschfestigkeit: Durch die sinkende Trittsicherheit im Alter steigt die Rutschgefahr besonders im Badezimmer. Antirutschmatten oder auch spezielle rutschhemmende Beschichtungen, die einfach auf die Fliesen aufgebracht werden können, beugen dieser Gefahr vor.

Die Küche ist für viele ältere Menschen einer der beliebtesten und zugleich wichtigsten Aufenthaltsorte. Gleichzeitig existieren hier besondere Gefahrenquellen, die unbedingt beseitigt werden sollten, damit sich ältere Menschen möglichst lange sicher und eigenständig in ihrer Küche bewegen können.

Kühlschrankgröße passend zum Bedarf: Ein zu großer Kühlschrank kann leicht dazu führen, dass Lebensmittel im hinteren Bereich „vergessen“ werden und verderben. Ein zu kleiner Kühlschrank hingegen erschwert die Ordnung, weil alles dicht gedrängt steht und der Überblick verloren geht. Prüfen Sie daher, ob die vorhandene Größe noch passend ist oder ob ein Austausch sinnvoll wäre. Dabei muss nicht zwingend ein Neugerät angeschafft werden: Häufig steht im Familien- oder Verwandtenkreis ein gut erhaltenes, passendes Modell zur Verfügung, das vorübergehend oder dauerhaft genutzt werden kann.
Tipp: Ist bereits ein großer Kühlschrank vorhanden, kann der Innenraum bewusst strukturiert werden. Weniger genutzte Bereiche lassen sich beispielsweise mit Getränkeflaschen auffüllen. Diese speichern Kälte, senken dadurch den Energieverbrauch und sorgen gleichzeitig für mehr Übersichtlichkeit im Alltag.