Rheuma und Arthrose – ähnlich und doch verschieden
„Rheuma“, „Arthrose“ oder „Arthritis“: Von vielen Menschen werden diese Krankheitsnamen mit Gelenkbeschwerden in Verbindung gebracht und dabei dennoch häufig verwechselt. Doch auch wenn sich die Auswirkungen der Krankheiten ähneln, lassen sich gerade im Blick auf ihre Ursachen deutliche Unterschiede beschreiben:
- Arthrose: Die Arthrose bezeichnet den kontinuierlichen Abbau von Gelenkknorpel, der zu starken Gelenkschmerzen führen kann. Grund dafür ist das direkte Aufeinanderreiben von Knochen, die nicht mehr durch eine schützende Knorpelschicht voneinander getrennt sind.
- Rheuma: Im Gegensatz zur Arthrose liegt die Ursache für rheumatische Erkrankungen nicht immer unmittelbar in den Gelenken. So können auch Knochen, Sehnen, Muskeln oder das Bindegewebe betroffen sein. „Rheuma“ gleicht dabei einem Überbegriff für alle Erkrankungen des Bewegungsapparates, deren Ursache keine akute Verletzung oder Tumorerkrankung ist.
- Rheumatische Arthritis (RA): Die häufigste rheumatische Erkrankung ist die rheumatische Arthritis. Sie zeichnet sich vor allem durch eine heftige Immunreaktion aus, bei der das Immunsystem den körpereigenen Knorpel wie einen Fremdkörper bekämpft. Die Gelenke sind daher chronisch entzündet, sodass sie auch im ruhenden Zustand stark schmerzen können.
Typisch für die Arthrose, die rheumatische Arthritis und weitere rheumatische Erkrankungen sind Symptome wie Schmerzen, Rötungen, Schwellungen und eine Überwärmung an den Gelenken, die zu deutlichen Funktionseinschränkungen führen können.
Bei stärkeren Entzündungen kann es zudem auch zu Fieber, Müdigkeit, Nachtschweiß, diffusen Gliederschmerzen und Gewichtsverlust kommen.
Arthrose: jede zweite Frau über 60 ist betroffen.
Die Arthrose gilt als häufigste aller Gelenkerkrankungen in Deutschland. Rund fünf Millionen Menschen gelten als betroffen. 1,5 Millionen Deutsche leiden unter einer rheumatischen Erkrankung, darunter auch 20.000 Kinder (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie).
Dies zeigt, dass die schmerzenden Erkrankungen jede Altersgruppe treffen können. Gleichwohl nimmt die Zahl der Erkrankten im Alter deutlich zu: Ab dem 60. Lebensjahr ist nahezu jede zweite Frau und jeder dritte Mann von einer Arthrose betroffen.
Pflege bei Rheuma und Arthrose
Kaum etwas kann für Menschen so belastend sein wie anhaltende Schmerzen. Doch auch wenn arthritische und rheumatische Erkrankungen nicht heilbar sind, können eine gute medizinische Versorgung und eine bedürfnisorientierte Pflege die Leiden der Betroffenen erheblich mildern.