Hauptverwaltung
St.-Sebastianus-Str. 5 • 51147 Köln
Tel: 0221 / 47 44 48 12
Öffnungszeiten:
Mo - Fr 9.00 - 17.00 Uhr
12.00 - 13.00 Uhr Pause
Notfallnummer: 0176 615 384 55
Mo - Fr: 17.00 - 20.00 Uhr
Wochenende 09.00 - 20.00 Uhr

Als größtes Organ des Menschen verändert sich auch die Haut mit zunehmendem Lebensalter: Sie wird trockener und empfindlicher. Die Haut von Pflegebedürftigen ist zudem weiteren Belastungen ausgesetzt, beispielsweise durch langes Liegen, durch Inkontinenz oder Durchblutungsstörungen. Eine gute Hautpflege bei Pflegebedürftigen ist daher von großer Bedeutung. Im Ratgeber erläutern wir die wichtigsten Anforderungen für die Pflege der Haut im höheren Lebensalter und geben praktische Tipps für die Hautpflege bei älteren und pflegebedürftigen Menschen.
Unsere Haut erfüllt viele wichtige Aufgaben. Sie schützt den Körper vor Krankheitserregern, reguliert die Körpertemperatur und trägt dazu bei, die Feuchtigkeit im Körper zu halten. Möglich wird dies durch ihren besonderen Aufbau aus drei unterschiedlichen Schichten, die jeweils eigene Aufgaben übernehmen:
Die gestiegenen Ansprüche der Haut im höheren Lebensalter lassen sich auf verschiedene dermatologische Veränderungen zurückführen:

Das sogenannte „Wundliegen“ kann vor allem bei bettlägerigen oder stark bewegungseingeschränkten Menschen auftreten. Kann die Sitz- oder Liegeposition nicht regelmäßig verändert werden, lastet über längere Zeit Druck auf denselben Körperstellen. Die Durchblutung des Gewebes wird beeinträchtigt und ein Druckgeschwür, ein sogenannter Dekubitus, kann entstehen. Eine sorgfältige Vorbeugung ist deshalb besonders wichtig:
Die Vermeidung von Druckgeschwüren gehört zu den Grundpfeilern der Hautpflege im höheren Lebensalter. Ausführliche Informationen und Anregungen finden Sie in unserem Ratgeber zur Dekubitusprophylaxe.

Altersflecken sind harmlos und bei älteren Menschen weit verbreitet. Da sie jedoch ähnlich aussehen können wie bestimmte Formen von Hautkrebs (oder dessen Vorstufen), sollten Hautveränderungen regelmäßig beobachtet werden. Eine erste Orientierung kann dabei die ABCDE-Regel bieten:
A – Asymmetrie: Die Hautveränderung ist nicht gleichmäßig geformt.
B – Begrenzung: Die Ränder sind unscharf, unregelmäßig oder ausgefranst.
C – Colour (Farbe): Die Stelle weist verschiedene Farbtöne auf, zum Beispiel hell- und dunkelbraun, schwarz, rötlich oder bläulich.
D – Durchmesser: Die Hautveränderung ist größer als etwa 5 Millimeter oder nimmt über die Zeit deutlich an Größe zu.
E – Entwicklung: Die Stelle verändert sich im Laufe der Zeit beispielsweise in Form, Farbe, Größe oder Oberfläche.
Treffen eines oder mehrere dieser Merkmale zu, sollte die Hautveränderung ärztlich untersucht werden. Das gilt auch für auffällige Stellen, die neu entstehen, über längere Zeit nicht abheilen, wiederholt bluten, nässen oder verkrusten. Der Grund: Sie könnten eine Form des hellen Hautkrebses sein, der sich anders als der sog. dunkle Hautkrebs nicht als dunkler Fleck, sondern in sehr unterschiedlichen Erscheinungsformen zeigt – zum Beispiel als rötlicher, schuppiger oder verhornter Fleck, als hautfarbenes oder glasiges Knötchen oder eine wiederholt verkrustende Wunde.
Aufgrund der beschriebenen altersbedingten Veränderungen der Haut können sich im höheren Alter spezifischere Hautprobleme ergeben. Zudem bringt auch die Pflegebedürftigkeit besondere Risiken mit sich:
Um ihre natürlichen Schutzfunktionen möglichst lange zu erhalten, benötigt die Haut im höheren Lebensalter eine angepasste Hautpflege:

Weitere wichtige Hilfestellungen zur Hautpflege bei älteren und pflegebedürftigen Menschen finden Sie auch in einem Ratgeber des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP).

Je eher Hautveränderungen erkannt werden, desto besser lassen sie sich behandeln. Betrachten Sie die Haut Ihres pflegebedürftigen Familienmitgliedes deshalb regelmäßig bei gutem Licht – im Idealfall einmal pro Woche. Beziehen Sie in Ihr „Screening“ dabei auch schwer einsehbare Körperstellen wie Rücken, Fersen, Ellenbogen und die Bereiche unter der Brust oder im Intimbereich mit ein. Achten auf Auffälligkeiten wie neue Rötungen, Schwellungen, nässende Stellen, Verhärtungen und Verfärbungen. Auch Beschwerden können Hinweise auf ein Hautproblem sein. Um die Entwicklung beurteilen zu können, sollten Sie Veränderungen notieren oder – mit Einverständnis der pflegebedürftigen Person – fotografisch festhalten. Heilen die betroffenen Stellen nicht ab, verschlimmern sie sich oder ist ihre Ursache unklar, sollte Sie nicht zögern, ärztlichen Rat einzuholen.