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Die Herausforderungen für eine gesunde Ernährung im Pflegealltag sind pflegenden Angehörigen nur zu gut bekannt: Der Tag ist angefüllt mit Pflegeaufgaben. Während dabei viel Energie in eine gute Versorgung des pflegebedürftigen Familienmitgliedes fließt, steht die eigene Ernährung oft hinten an. Die Folge: Schnelle Bissen im Stehen, Reste vom Vortag, unausgewogene Fertiggerichte. Auch am Abend fehlt oft die Energie zum Kochen – wieder muss es schnell gehen.
Mit einfachen Tipps und unkomplizierten Rezeptideen möchten wir Pflegepersonen einige Impulse geben, mit denen eine gesunde Ernährung auch im belastenden Pflegealltag gelingen kann.
Häufig opfern sich Pflegepersonen auf, um ihrem pflegebedürftigen Familienmitglied eine liebevolle Pflege zu ermöglichen. Das Zurückstellen der eigenen Ernährung wird dabei oft als unvermeidbare Notwendigkeit hingenommen. Doch eine gute Ernährung ist alles anderes als „Luxus“. Sie ist die Grundlage, um den Pflegealltag langfristig gesund bewältigen zu können. Denn nur mit einer gesunden Selbstsorge erhalten sich Pflegepersonen langfristig ihre körperliche und geistige Gesundheit, von der nicht zuletzt die gepflegten Familienmitglieder besonders profitieren.
Im Pflegealltag geht es nicht um perfekte Ernährung oder aufwendiges Kochen. Viel wichtiger sind kleine, realistische Veränderungen, die dauerhaft dennoch eine große Wirkung entfalten können:


Es ist ein Trugschluss, dass gesunde Speisen in der Vorbereitung zwangsläufig mehr Zeit in Anspruch nehmen als schnelle Kost. Oftmals ist es vielmehr die fehlende Planung, die zu hastigem und unbewusstem Essen führt. Ein paar Tricks können helfen, auch mit wenig Aufwand gesünder zu essen.



Beim Meal-Prep nehmen sich Menschen an einem festen Nachmittag oder Abend in der Woche Zeit, um Mahlzeiten für mehrere Tage oder sogar eine ganze Woche vorzubereiten. Auch wenn diese Vorbereitungen zunächst Zeit erfordern, können sie sich im weiteren Wochenverlauf auszahlen, da an stressigen oder zeitintensiven Pflegetagen bereits fertige oder schnell kombinierbare Mahlzeiten zur Verfügung stehen.
Was esse ich heute? – Eine gute Frage. Mit sechs ausgewählten Rezeptideen wollen wir Ihnen deshalb einige Inspirationen für eine gesunde Ernährung im Pflegealltag bieten.

Overnight Oats sind ein ideales Frühstück – besonders an Tagen, an denen morgens wenig Zeit ist. Denn die Vorbereitung beschränkt sich auf wenige Minuten und kann bereits am Vorabend erledigt werden. Dank der Haferflocken liefert dieses Frühstück zudem viel Energie und – je nach Topping – weitere wertvolle Nährstoffe für den Tag
Zubereitung: Haferflocken am Abend mit Milch oder einem Pflanzendrink mischen und über Nacht im Kühlschrank quellen lassen. Morgens nach Belieben aufgewärmt oder kalt mit Obst, Joghurt, Nüssen oder etwas Honig genießen.
Eintöpfe gelten als besonders nährreich. Sie lassen sich gut (gemeinsam) vorbereiten und bequem einfrieren und aufwärmen. Sie eignen sich zudem besonders gut für Pflegebedürftige, da sie bei Bedarf sehr weich gekocht oder sogar püriert werden können. Auch auf besondere Vorlieben kann gut eingegangen werden. Mit etwas Kreativität lassen sich Eintöpfe zudem vielfältig variieren.
Zubereitung: Gemüse nach Wahl klein schneiden, in einem Topf kurz anbraten oder andünsten und mit Brühe nach Wahl übergießen. Dann alles köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz der Gemüseeinlage erreicht ist. Nach Bedarf kann der Eintopf mit Reis, Nudeln, Hülsenfrüchten oder Würstchen ergänzt werden.
Aufläufe sind eine nährstoffreiche, sättigende Mahlzeit, die wenig Aufwand in der Zubereitung benötigt und am nächsten Tag bequem im Ofen aufgewärmt werden kann.
Zubereitung: Die Kartoffeln in Scheiben oder Würfel schneiden, nach Belieben mit (Tiefkühl-)Gemüse wie Möhren, Brokkoli oder Blumenkohl ergänzen und mit einer Milch-Sahne-Soße übergießen. Zum Abschluss noch mit Käse und Semmelbrösel bestreuen. Nach ca. 40-50 Minuten Backzeit sollte der Auflauf fertig sein.
Tipp: Wer Lust auf gesunde Abwechslung im Auflauf hat, kann Süßkartoffeln verwenden.
One-Pot-Pasta ist das perfekte Gericht, wenn es mal schnell gehen muss. In etwa 15 Minuten kann ein vollwertiges, gesundes Essen zubereitet werden.
Zubereitung: Für eine einfache One-Pot-Tomatenpasta werden gewürfelte Zwiebeln, gehackter Knoblauch, Tomaten, frische Basilikumblätter sowie Nudeln, Wasser, Tomatenmark und Sahne in einen Topf gegeben und für etwa 10 Minuten geköchelt. Nun noch nach Belieben mit Salz, Pfeffer und Kräutern abschmecken – fertig.
Eine Gemüse-Reis-Pfanne kann sowohl als Hauptgericht als auch als Beilage genutzt werden. Das enthaltene Gemüse liefert wichtige Vitamine, der Reis sorgt für eine langanhaltende Sättigung.
Zubereitung: Gekochten Reis mit frischem oder tiefgekühltem Gemüse wie Karotten, Mais, Brokkoli, Tomaten oder Zuckerschoten in einer Pfanne vermengen und erwärmen. Nach Wunsch kann Fleisch, Tofu oder Rührei dazugegeben werden.
Durch die Schichtung bleiben die Komponenten des Salats lange frisch und knackig, sodass dieser für mehrere Tage im Kühlschrank gelagert werden kann. Zum Verzehr muss der Salat dann nur noch aus dem Glas auf einen Teller gegeben und vermischt werden.
Zubereitung: Für einen Meal-Prep-Salat werden verschiedene Salat- und Gemüsekomponenten wie Blattsalat, Gurke, Paprika, Tomate oder Mais klein geschnitten und gemeinsam mit sättigenden Bestandteilen wie Nudeln, Reis oder Quinoa in ein verschließbares Glas geschichtet. Das Dressing kommt entweder zuerst als unterste Schicht in den Salat oder wird separat aufbewahrt. Dabei gilt: Robuste Zutaten werden weiter unten ins Glas geschichtet, empfindlichere Zutaten wie beispielsweise Blattsalat weiter oben.

Die Unterstützung durch eine Kraft der 24 Stunden Pflege zu Hause entlastet pflegende Angehörige auf vielfache Weise. Denn diese übernimmt nicht nur die Pflege, sondern auch Tätigkeiten im Haushalt sowie das Kochen für das pflegebedürftige Familienmitglied.
Pflegende Angehörige haben so eine ganzheitliche Entlastung, die Ihnen den Freiraum gibt, die eigene Ernährung wieder intensiver in den Blick zu nehmen und Mahlzeiten regelmäßiger und bewusster zu genießen. Die 24 Stunden Pflege zu Hause leistet so einen Beitrag für eine gesunde Ernährung im Pflegealltag – für Pflegepersonen und Pflegebedürftige gleichermaßen.